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Montag, 29. September 2014

Mein Blutdruck!!!... Letzte Woche hatte ich Streit mit meinem Vater und seitdem war Funkstille... (einmal hatte ich versucht, das wieder ins Lot zu bringen, aber er hat es ignoriert)... heute war ich bei meinen Eltern um etwas für meine Mutter zu erledigen... mein Vater kommt zu mir.... "Eines will ich Dir mal mit auf den Weg geben, mein Sohn (!!! ^^) ... Deine Krankheit ist keine Entschuldigung dafür, mir gegenüber die Sau rauszulassen!".... Mir war schon lange klar, das er das irgendwann als Argument anführen würde... ^^ Ich hab ihm gesagt, das ich nicht krank sein muß, um mich über seine mentalen Blähungen zu echauffieren... (ups ^^)... und bin gegangen... ich finde es wirklich interessant, wie manche Menschen "meine" Krankheit für "ihre" Argumentation benutzen... ist doch eigentlich mein Part, oder? *belustigt*

Freitag, 12. September 2014


Das heutige Thema... Knöpfe...
Nicht die Teile, welche unsere Beinkleider daran hindern, uns wie Vollidioten durch die Gegend schlurfen zu lassen.
Ich meine die "Knöpfe", die ständig von anderen Menschen "gedrückt" werden, um uns Dinge tun zu lassen, die wir eigentlich gar nicht wollen. Die uns manipulieren, unsere guten Vorsätze vergessen lassen.
Was soll das eigentlich? Warum lassen wir das zu? Warum lasse ich das zu? Warum kann ich es nicht im Vorfeld erkennen und mich der Gefahr "manipuliert" zu werden entziehen? 
Seit meiner Diagnose habe ich eine Art "Zero Tolerance" Strategie ausgerufen. Dinge und Menschen, welche mir auf die Nerven gehen, werden gnadenlos aus meinem Leben entfernt. Hört sich im ersten Moment prima an, aber manchmal bekommt man, bekomme ich, vor Augen geführt, das es so einfach eben nicht ist. Denn dazu muss auch die Umwelt mitspielen und manche Menschen lassen sich nicht so einfach aus dem engeren Dunstkreis ausschließen. 
Die Familie... Du meine Güte... ein nie versiegender Quell ewiglich andauernder Freude und Inspiration. Sollte man meinen. 
"Mein Gott, warum bist Du denn so gestresst? Dazu hast Du doch gar keinen Grund." (Zitat Vater)
Solch ein Satz, 2,74 Sekunden nachdem ich die Wohnung meiner Eltern betreten habe, treibt mir den blanken Hass in die Augen. Keine Ahnung, wie er, nicht gerade der Urvater der Psychotherapeuten, in wenigen Zehntelsekunden meinen Gemütszustand analysiert haben will...
So geht das dann eine halbe Stunde lang in einer Tour, bis ich mich dann "wirklich" aufrege und den Satz "Wußte ichs doch, Du hast schlechte Laune!" zu hören bekomme. 
Und jedesmal falle ich wieder auf diese Tour herein. Aber warum, so frage ich mich immer und immer wieder, kann ich nicht einfach meine Klappe halten und mir meinen Teil denken... gar nicht so einfach mir dieser "Zero Tolerance" Doktrin...



Sonntag, 7. September 2014

Heute Mittag habe ich mich mal wieder aufgerafft... zu einem Spaziergang...
Seit meiner Reha bin ich regelrecht süchtig nach Bewegung. Erst die Anmeldung in einem Sportstudio, das ich nun 3-4 mal die Woche besuche und zusätzlich eben noch ab und zu ein Spaziergang.
Das würde zu zweit, also mit einer Partnerin, natürlich mehr Freude bereiten, aber wenn ich "darauf" warte... naja...vielleicht sollte ich mich doch im örtlichen Tierheim melden und Hunde ausführen. Von mir aus auch nur weibliche... das hält die Illusion am Leben.
Manch einer wird sich denken -Na toll, ein Spaziergang. Erzähl mal was spannendes!-
Noch vor ca. einem Jahr wäre das auch nichts besonderes gewesen, aber seit meiner MS Diagnose will ein solches Unterfangen wohl ünberlegt sein.
Zuerst mal das Schuhwerk. Auch bei kurzen Strecken muss es den Fußgelenken genug halt bieten. Vielleicht noch die Stützmanschette drüber? Bei über 25 Grad eher nicht so schön. Hab ich vorher genug getrunken? Was sagt "Herr Uthoff" zu der Sache? Nehme ich vielleicht doch den Gehstock mit?
Naja. Irgendwann bin ich dann doch noch losmarschiert und wie immer, wenn ich erst einmal Unterwegs bin, genieße ich es mich in der Natur zu bewegen. An einem Fluss zu wohnen hatte für mich schon immer einen ganz besonderen Zauber!
Weniger berauschend sind die Horden von Radfahrern, Skatern und Rollerbladern, welche sich in endlos aneinanderreihenden Perlenschnüren durch die Landschaft wälzen und jede Störung des Geleichgewichtes zu einem Suizidversuch übelster Sorte werden lassen.
Nach ca. 1 Stunde werde ich von einer wild Gestikulierenden Radfahrerin von hinten übelst gerammt. Sie selbst erleidet keinen Schaden, aber mein linker Ellbogen fühlt sich kurzfristig an, als sein er unter eine Dampframme geraten. Hektisch durch die Luft fuchtelnd fährt sie weiter, das sollte wohl eine Entschuldigung sein. Vielleicht auch eine Beschimpfung, wer weiß... auf jeden Fall rast sie währenddessen fast in eine größere Ansammlung Menschen hinein. Wenn man nicht selbst betroffen ist, sieht das fast ein wenig Erheiternd aus.
Vielleicht sollte ich eine Art Hirschfänger um mich herum platzieren, oder eine Blindenarmbinde tragen.
Die mir zwangsläufig aufgezwungene Reduzierung meiner Geschwindigkeit, lässt mich am Wegesrand Dinge wahrnehmen, an denen ich früher achtlos vorbeigehechtet wäre. Klitzekleine Blumen im Asphalt, Insekten auf Blütenblättern, das Kräuseln der Wellen auf dem Wasser. Und ich habe entdeckt, das in der mikroskopischsten Winzigkeit ein faszinierendes Photomotiv verborgen sein kann. Wer weiß, ob hinter dieser Entschleunigung nicht ein tieferer Sinn stecken mag. Sonderlich verzweifelt war ich ob meiner Diagnose nie und in solchen Momenten der Naturverbundenheit weiß ich wirklich fast zu schätzen, was mir da gegeben wurde. Zeit! Wenn ich die Menschen um mich herum beobachte, wie sie die Hektik ihres Alltags teilweise sogar noch in ihre spärlich bemessene Freizeit übertragen... erschreckend...interessant.
Der Hai stirbt, wenn er aufhört zu schwimmen! Der Mensch ist des Menschen Hai?
Nach zwei Stunden kann ich jedenfalls kaum noch einen Fuß vor den anderen setzen und komme mit Mühe und Not wieder Zuhause an. Früher konnte ich Laufen ohne auch nur an Ermüdung denken zu müssen.
Aber ich bezweifle, das ich so Aufmerksam und Offen durch die Welt gelaufen bin, wie ich das heute kann!




Samstag, 6. September 2014

In was für einer Zeit leben wir eigentlich... ?
Da stellt sich ein Mediengeiler CDU Fraktionsvorsitzender vor eine Kamera und antwortet auf die Frage, ob Deutschland mehr Flüchtlinge aus dem Irak aufnehmen sollte...
"Ja, ich finde schon das wir weitere Flüchtlinge aufnehmen müssen, wenn sie es bis zu uns schaffen."
Hallo, Arschloch... gehts noch? Sind wir tatsächlich soweit, das wir es hinnehmen, wenn unsere "Volksvertreter" in aller Öffentlichkeit und ungestraft ihre "Mir-doch-egal-Zynismussauce" ungefiltert in Mikrophone kotzen dürfen? 
Nun könnte man annehmen, das es vollkommen in Ordnung ist wenn eine Regierung, welche ihr eigenes Volk ganz langsam in die soziale Verelendung abschiebt, sich einen Scheiß darum kümmert, wenn andernorts Menschen aus ihrer Heimat vertrieben werden bzw. auf der Flucht verhungern oder auf andere Phantasievolle Art zu Tode kommen. Man könnte sagen, die Welt steht eh am Rande eines Besiedlungskollaps und auf ein paar mehr oder weniger kommt es da ganz sicher nicht an, zumal ein paar irakische Schafzüchter, bezogen auf ihre Produktivität gemessen am Welthandel, nicht sonderlich ins Gewicht fallen. 
Vielleicht ist dies auch gar nicht das eigentliche Problem. Vor ein paar Stunden habe ich einen netten Satz gelesen... "Kinder die lesen, werden zu Erwachsenen die denken!" 
Nicht übel...klingt erstrebenswert!
Bezogen auf die Kinder, welche in Israel, Palästina, im Irak ,in Syrien oder irgendeinem anderen Ort dieser Welt ihre Eltern verlieren bzw. verloren haben, weil unbelehrbare, Hassdurchtränkte Wichtigtuer nicht bereit sind, Geschichte Geschichte sein zu lassen (Religionen müssen sich da im übrigen auch nicht verstecken) und durch ihre falsch verstandenen Ansichten von Zukunftsweisender Politik immer neue Generationen traumatisierter, seelisch verkrüppelter und hassender junger Menschen produzieren, welche ebenso traumatisiert, seelisch verkrüppelt und hassend aufwachsen um den Teufelskreis immer wieder aufs neue anzufachen... jedes weitere Wort darüber mag wohl vergebens sein... billige Psychologie für Erstsemester. 
"Kinder die lesen , werden zu Erwachsenen die denken!" 
Die lol und wtf Generation, die ausserhalb von Twitter kaum noch in der Lage ist, einen geraden Satz zu formulieren? Die wundervolle japanische Tradition der Haikus lehrt uns, das es durchaus seinen Sinn haben kann, Gedanken welche einen umtreiben, in eine geraffte, konzentrierte Form zu bringen. Allerdings wage ich zu bezweifeln, das die moderne Form der Kommunikation, in der Menschen sogar im Fitnessstudio während des Trainings fasziniert auf ihren Handys herumklöppeln, in die gleiche Kategorie eingeordnet werden können. 
Ich bin wahrlich kein Technikfeind! Selbst nutze ich die digitalen Medien mehr, als ich es für Sinnvoll erachte...
Und bin der erste, welcher unterschreibt, das diese Art der "Kommunikation" der Menschheit riesige Chancen eröffnet. Diese Weltuntergangspropheten, welche postulieren, der Untergang des Abendlandes ziehe am Horizont herauf... meine Güte... der Mennsch ist sehr anpassungsfähig. Leider, möchte ich fast anmerken. Neue Formen des Lernens, Länderübergreifende Kommunikation, Berichterstatungen aus Teilen der Welt die noch vor ein paar Jahrzehnten vollkommen ausserhalb unserer Reichweite waren... all das, wird nach einigen Jahren des Übergangs so normal sein, wie der Gang auf die Toilette... aber... noch ist er es nicht. Seit den, sagen wir mal, 1950er Jahren erleben wir einen technischen Fortschritt, auf den der Mensch nur noch Instinktiv reagieren kann. Natürlich können wir, kann ich mit diesen Dingen umgehen. Ich kann sie "benutzen"... aber wirklich "begreifen" kann ich sie nicht. Und die Entwicklung verläuft mit jedem Tag der vergeht rasanter!
Unsere Bundeskanzlerin prägte vor einigen Monaten den Begriff vom "Neuland" Internet... und das nach ein paar Jahrzehnten, in denen diese Technik immer mehr in unser Leben eingedrungen ist und sich eigentlich (fast) niemand mehr dieser schleichenden, stetig voranschreitenden Okupation unseres engsten Lebensraumes entziehen kann. Aber so sehr man sich über Frau Merkel lustig machen möchte, so auch ich zu Anfang, so sehr bleibt mir inzwischen das Lachen im Halse stecken. 
Natürlich benutzte sie das Wort "Neuland" in einem gänzlich anderen Kontext, aber sie hat, aus einem anderen Blickwinkel betrachtet völlig Recht.
Aus Sicht der Evolution betrachtet, welche Reaktionszeiten hat, die der Kontinentalplattenverschiebung gar nicht so unähnlich sind, sind wir als Spezies nicht einmal Ansatzweise in der Lage mit dieser Enorm schnell ablaufenden Entwicklung Schritt zu halten. Nicht im praktischen Sinne, sondern im Seelischen... bezogen auf unser innerstes Selbst!
Tief im inneren, ob wir das abstreiten oder nicht, sind wir immer noch aufrecht gehende Affen, welche sich des Abends nichts sehnlicher wünschen, als sich an einem warmen Lagerfeuer zusammenzurollen und sehnsüchtig zu den Sternen aufzuschauen... danach trachtend, nicht von einem zufällig des Wegs daherkommenden Säbelzahntiger verspeist zu werden. 
Und wie bekomme ich nun wieder den äußerst Gewagten und Kunstvollen Dreh zu Herrn Kauder? 
Wir alle und in erster Linie unsere gewählten Repräsentanten sollten wohl darauf bedacht sein, das die maschinisierte Umwelt der sich sich tagtäglich mit Leib, Leben und Seele hingeben, nicht den hohen Preis ihrer Menschlichkeit einfordert... eines Tages!
Ich wünsche mir, einen Blick auf unsere Welt und auf die Menschen die darin Leben, in der solche Sätze, wie oben angeführt, nicht mehr ausgesprochen... ja, noch nicht einmal gedacht werden können, ohne sich, beschämt von sich selbst, von der Kamera wegzudrehen.
Dass, Herr Kauder, wünsche ich Ihnen... und uns!

 

Donnerstag, 4. September 2014

Wie beruhigend es doch ist, dass es in den endlos scheinenden Weiten des Multiversums (diese Theorie ist aus physikalischer Sicht gänzlich unbewiesen, hat aber meiner Ansicht nach etwas zutiefst beruhigendes, da sie folgendes postuliert... Alles und damit ist wirklich ALLES gemeint, kann bzw. wird in einem dieser möglichen und unendlich an Zahl existierenden  Universen geschehen... die Menschen besiedeln den Mars und kommen so endlich von diesem muffigen Planeten weg, die SPD verhält sich mal wieder, wie man es von einer Sozialdemokratischen Partei erwarten sollte, Hitler wird von einem Manisch-Depressiv-Cholerischen Kampfhamster in seinem Kinderbett erwürgt, kurz nachdem er das erste mal den rechten Arm gehoben hat und ich treffe endlich die Frau meines Lebens... um nur ein paar Beispiele anzuführen) einige Konstanten gibt, auf die man sich verlassen kann... Wasser fließt nach unten (obwohl auch das in einem, nur einen Quantensprung entfernten alternativen Universum gänzlich anders sein mag), es wird zuerst gegessen und dann gesch... abgeführt, erst kommt die Liebe, dann der Herzschmerz UND... die penetrante Gemütsruhe, mit der es Behörden immer wieder schaffen, mich aus meinem Schläfrig-Monotonen Alltagstrot zu katapultieren.
Da befinde ich mich seit November, auf Grund meiner MS im Hartz4 Bezug und basierend auf dieser Diagnose wollte niemalsnienicht irgendjemand eine Krankschreibung von mir. Eigentlich ganz nett von diesen knuffigen, herzigen, liebenswerten Amtsmenschlein... so schleicht sich der Gedanke heimelig in die verborgensten Gehirnwindungen, rollt sich dort zusammen und beginnt damit, selig und leise schnarchend, vor sich hin zu schlummern.
Aber fatalerweise hat er (der Gedanke) die Rechnung ohne die abgrundtief Böse Logik (?) bundesdeutscher Behörden gemacht, welche sich, gleich einem Drachen, der sich jahrhundertelang auf seinem Hort voller Goldklumpen und Edelsteine geräkelt hat, plötzlich träge ein Augenlied heben und feststellen, dass ihnen zu ihrem Glück nur noch ein klitzekleines Entscheidendes Objekt fehlt... in diesem Fall meine Seele... und die bekommen sie nur durch das zielgerichtete Ruinieren meiner, sich in wohligem Schlafe befindlichen Nerven... bzw. dem was davon noch übrig ist.
Kurze Rede, noch kürzerer Sinn (falls überhaupt)... auf einmal sind Krankschreibungen unverzichtbar.
Rückwirkend versteht sich... und da stellt sich den wenigen mir noch verbliebenen Gehirnzellen, in einem letzten gepeinigten Aufbäumen, auf einmal die Frage nach den Ausbildungsrichtlinen von Jobcentern bzw. Arbeitsagenturen.
Wie sieht solch ein Stundenplan wohl aus?

Montag:        9 Uhr bis 11:30 Uhr
Auf den Sack gehen

Dienstag:      8 Uhr bis 9:45 Uhr
Kleinliches auf Pipifax herumreiten

Mittwoch:    13 Uhr bis 16:15 Uhr
Angstschweiß und Nervöses Zittern verursachen

Donnerstag: 7 Uhr bis 22:30      
Murphys Gesetze (Theorie und Praxis)

Freitag:        9 Uhr bis 15:27      
Praktische Übungen an Behinderten

Samstag:                           
Kein Unterricht

Sonntag:   
Ganztägig!                 
Vertiefen des Stoffes mit praktischen Übungen an Familienmitgliedern                                                    

Ich meine, das ist doch mal ne Überlegung wert, oder...?

Mittwoch, 3. September 2014

Kurz vor 6 Uhr und ich bin Glockenhell wach... ich wüßte gerne mal, welche Umstände dazu führen, das ich dieses Komische ("komisch"  im Sinne von "merkwürdig") Medikament mal besser vertrage, mal weniger.
Aber vielleicht liegt es auch gar nicht daran. Es ist ja mal so, zumindest behaupten das einige schlaue Menschen, welche sich mit dieser Thematik beschäftigen, das im Traum Erlebnisse des Tages verarbeitet werden. Das Gehirn bewertet, sortiert, ordnet ein und versucht, im günstigsten Fall, etwas aus den Erfahrungen des Vortages zu lernen.
Darüber lässt sich wohl wahrhaft trefflich streiten, möchte man meinen! Seit Jahren, oder besser gesagt Jahrzehnten träume ich regelmäßig von meinem Ausbildungsbetrieb. Zwei bis dreimal die Woche schätze ich. Das wird darin begründet sein, das die Ausbildung zum Koch zu den prägensten Abschnitten meines Lebens zählt.
Ich darf wohl, ohne zu übertreiben anmerken, das in diesen drei Jahren ein Großteil meiner Persönlichkeitsstruktur umgeformt wurde.
Aufgewachsen in einer relativ behüteten Umgebung, besser formuliert... in einem famliären Umfeld wie es sich ein Kind kaum besser wünschen kann (zumindest soweit ich mich erinnere), verbrachte ich meine Freizeit hauptsächlich im Kirchlichen Umfeld. Kindergarten, erste Jugendgruppen, Konfirmation, Jugendgruppenleiter, erste Erfahrungen mit politischen Gremien in Form von Jugendvertretungen auf städtischer, sowie kurzzeitig auch auf Landesebene.
Selbstverständlich brannten auch hier nicht immer metaphorische Räucherstäbchen... bisweilen wurde sich auch hier gestritten bis aufs Blut, aber... das ganze Ambiente war eher darauf ausgerichtet, unterschwellig den christlichen Gedanken des Miteinander zu vermitteln.
Man war Miteinander für Andere tätig!
Als ich dann 1984 meine Ausbildung zum Koch begann, änderte sich alles... und obwohl mich mein Ausbilder in einem Vorabgespräch (in Anwesenheit meines Vaters) darauf Hinwies, das er ein harter Knochen sei, ahnte ich nicht einmal Ansatzweise was da auf mich zukommen würde.
Ich möchte es mal so formulieren, ohne Näher auf Einzelheiten eingehen zu müssen... dem bislang (fast) perfekt abgestimmten System meines Charakters wurde, ohne das ich es zunächst bemerkte eine "Arschloch-Komponente" beigefügt.
Das war aber noch gar nicht so schlimm... richtig böse wurde es, als ich es bemerkte und begann mich dagegen zu wehren!
Wo war ich doch gleich? Beim Träumen...
Ich findes es immer wieder erstaunlich, wie Real Träume sind. Ich sehe die Menschen, meinen Ausbildungsleiter Herr Mühl, die Riesenhafte Gestalt meines Küchenchefs Werner Fabrizius (ein wahrhaft beeindruckender Mann, vor allem bezüglich seiner Körperlichen Präsenz) und das mich umgegebende Ambiente der Küche. Die Gerüche, die Geräusche und Gespräche... all das ist dermaßen Real, das ich eher von einer Zeitreise als von einem Traum sprechen bzw. schreiben möchte.
Was will mir mein dreimal verfluchtes Gehirn damit bloß mitteilen?
Ich schreibe das hier nur einmal.... "Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!" 

Na dann... ich sehe das ganze hier als Versuch, der ständig in meinem Kopf vor sich hin plätschernden Gedanken Herr zu werden. Man kann und ich tue dies in der Tat selbst, natürlich denken... "Schon wieder so ein Hasenhirn, welches der Meinung ist, das die Welt unbedingt an seinen mehr oder weniger Geistreichen Ergüssen teilhaben muss"... hat auch durchaus seine Richtigkeit!
Ist mir aber Scheißegal. Als 46 jähriger Single und in Folge dessen eh nicht vollkommen zurechnungsfähig, nehme ich mir diese Freiheit einfach. Punkt... 
Soeben beginnt ein neuer Lebensabschnitt für mich... demnächst gehe ich in Rente... Bumm...
Nicht ganz freiwillig, wie ich anmerken möchte. Hab mir ne nette Krankheit namens MS zugelegt (oder hat "sie" sich "mich" zugelegt?) und nun bin ich wenigstens darüber informiert, warum sich meine Kleinen Grauen Zellen so langsam in Protoplasma verwandeln.
Endlich habe ich eine griffige Begründung für meine langsam voranschreitende Unzurechnungsfähigkeit, welche sich in vielen Bereichen zu manifestieren schien, lange bevor ich die Diagnose bekam... dies widerfuhr mir im September 2013. 
Nun bin ich zum Glück nicht der Menschenfreundlichste Zeitgenosse und dieser Sachverhalt hilft mir ungemein beim Verarbeiten dieser Geschichte. Es ist schwer bzw. äusserst unglaubwürdig, sich als Menschenfeindlicher Ignorant zu präsentieren und dann das eigene Schicksal zu bejammern.
Wobei auch diese Aussage durchaus zu relativieren ist. Ich verachte nur die Gesamtheit der Menschlichen Spezies, nicht das einzelne Individuum. (Daher auch der Titel dieses Blogs)
Ein Umstand, welcher mich des öfteren in leicht Schizophrene mentale Zustände versetzt, bezüglich des Einordnens tagtäglich auf mich einprasselnder Vorkommnisse. 
Alles muss erstmal Bewertet und Katalogisiert werden, bevor ich daran gehe, mich Emotional zu Engagieren, oder auch nicht. Gar nicht so einfach...
Des öfteren schon gab es fatale Fehleinschätzungen, welche mich und meine Umwelt, hauptsächlich meine "Beziehungen", in einige Verwirrungen stürzten und nicht selten zur Beendigung derselben führten. 
"Desinteresse" wurde mir vorgeworfen. Als ob ich an irgendetwas desinteressiert wäre. Das genaue Gegenteil ist der Fall... ich registriere so gut wie alles um mich herum Vorgehende. Und diese Art der Reizüberflutung führt zu zwangsläufig zu einem Überlebenswichtigen Selektionsprozess. Da ist es dann schlussendlich einfach mal "Egal", das die Kaffeelöffel nicht gestapelt in der Besteckschublade liegen. Tut mir wirklich leid!.... Nein, war ne Lüge! Es tut mir nicht leid! Sorry... (das ist auch ne Lüge!)